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Best of the Best - meine zehn Favoriten aus 2019

2019 hatte unglaublich viele buchige Highlights für mich, sogar einige Lebenslesehighlights waren dabei. Ich habe versucht, mich auf zehn zu beschränken und auch nur ein klitzekleines bisschen gemogelt. Es sind nämlich auch zwei Reihen dabei. Außerdem konnte ich mich bei Platz 1-3 unmöglich für eine Reihenfolge entscheiden, die drei genannten sind deshalb alle meine No.1!



10. "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.



Bereits vor geraumer Zeit habe ich dieses Buch einmal zu lesen versucht und es, obwohl mir der Schreibstil supergut gefiel, dann doch abgebrochen und sogar aussortiert.  Die Charaktere waren mir nicht sympathisch, die Story kam nicht so recht in Fahrt und Nola und Harry fand ich irgendwie so unrealistisch. Irgendwas hat mich genervt und ich hatte einfach kein Interesse daran, wie es weiterging.
Dennoch ging mir die Geschichte nicht so recht aus dem Kopf und vor allem haben mich die ganzen positiven, begeisterten Bewertungen gewundert und immer wieder neu angefixt. Ich hatte noch audible-Guthaben und habe mich dann schlussendlich entschieden, dem Hörbuch ne Chance zu geben.
Beim Hörbuch fiel es mir dann irgendwie leichter, dran zu bleiben und irgendwann war sie da - diese Sogwirkung! Marcus ist mir dann doch recht schnell ans Herz gewachsen und alle anderen habe ich reihum verdächtigt, irgendetwas getan zu haben, was auch immer.

Eine unglaublich spannende und wenig vorhersehbare Geschichte, intelligent erzählt und so gut geschrieben!

Völlig klar, dass ich mir unmittelbar nach dem Hören, das Buch erneut bestellt habe, oder?


9. Der dunkle Garten von Tana French

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

Toby Hennessy, 28, führt ein unbeschwertes Leben in Dublin. Bis er eines Nachts in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen wird. Toby überlebt nur knapp, kann sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen. Er flüchtet sich in das »Efeuhaus« – das alte Anwesen der Familie, wo er sich um seinen sterbenden Onkel Hugo kümmern soll. Doch der dunkle Garten des Hauses birgt ein schreckliches Geheimnis.

Stephen King sagt über dieses Buch: "In der besonderen Zone zwischen Spannung und Literatur, mit einer Sprache wie Satin - ein Glücksfall für den Leser."

Das fasst für mich perfekt zusammen, wie Tana French schreibt. Ich liebe es! Auch wenn ich nicht jedes ihrer Bücher liebe. Entweder ich breche eines ab oder ich feiere es über die Maßen. Dieses habe ich gefeiert!

Tana hat einfach ein besonderes Talent, Stimmungen einzufangen. Besondere magische Momente. Ich fühle, rieche, schmecke, sehe und höre, was sie mir erzählt.
Ich war so verliebt in die Charaktere, in die Familengeschichte und die Dynamik, die Nostalgie. All das ließ - für mich - den Kriminalfall irgendwie fast in den Hintergrund treten. Und doch war da diese Spannung, das Geheimnis.

Das Ende (keine Angst hier wird nichts inhaltliches gespoilert, sondern nur mein subjetiver Leseeindruck wiedergegeben) ist gut und verstörend. Es beschäftigte mich und ließ mich nicht los, auch lange nachdem der Buchdeckel geschlossen war und das Buch bereits wieder im Regal stand. Alles ist anders, traurig irgendwie. Aber echt . Und es ändert nicht das Schöne und Besondere. Das Zarte und Zärtliche.
Vielleicht war das Ende auch deshalb für mich so verwirrend, weil Tana das Geschehene nicht wertet. Sie hat mich im Verlauf der Geschichte so viel fühlen lassen. Aber bei der Auflösung sagt sie mir nicht, was ich fühlen soll und so geht es mir wie den Protagonisten und ich kann nur hilflos staunen, was passiert und wie das ganze endet!


8. "Offline ist es nass, wenns regnet" von Jessi Kirby

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):


Maris Leben ist perfekt – zumindest, wenn man es an ihren Followerzahlen auf Instagram & Co. misst. Doch dann verrät Mari auf ihrem YouTube-Kanal ein brisantes Geheimnis: Ihr Online-Leben ist eine einzige Lüge, denn sie ist keineswegs die immer fröhliche Person, die sie auf Social Media darstellt. Das Video geht über Nacht viral und Mari sieht sich mit einem riesigen „Shitstorm“ konfrontiert. Daraufhin löscht sie ihre komplette Online-Identität und entscheidet spontan: Sie will den John Muir Trail im Yosemite Nationalpark bewältigen. Völlig unvorbereitet beginnt sie den Trip. Doch es ist nicht nur das unwegsame Gelände, das ihr zu schaffen macht …

 Von außen ganz nett anzusehen und von innen der KNALLER! Ich liebe die Aufmachung und liebevolle Gestaltung, Bri's (Maris Cousine) Lebensfreude, die aus ihren kleinen Zeichnungen und Letterings herausleuchtet. Es macht den Betrachter gleichermaßen fröhlich und lebensbejahend wie auch betroffen und traurig. Ebenso wie es wohl Mari damit geht.

"Offline ist es nass, wenns regnet", schon der Titel ist klasse, auch wenn er nur auf einen Aspekt des Inhalts abzielt. Auch wenn es eigentlich ein Jugendbuch ist, ist es dennoch haargenau mein Thema. Wandern, Achtsamkeit, Erleben, Echtheit, Staunen und Ehrfurcht und Glück über die Natur, die uns umgibt. Und natürlich dieses Gefühl von Abenteuer.

Persönlichkeitsentwicklung, Freundlichkeit, dank Bri's Reisetagebuch sogar Kreativität.

Es hat Spaß gemacht, Mari auf John Muirs Trail zu begleiten und auch auf ihrer ganz persönlichen Reise. Ich hab viel geweint, aber es waren gute Tränen.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, lässt einen nur so durch die Seiten fliegen.

Schon während des Lesens war ich supermotiviert, selbst meine Wanderschuhe anzuziehen und mein nächstes eigenes Abenteuer zu beginnen. Als die, die ich bin und dennoch bereit als andere daraus hervorzugehen.
Diese Wirkung hat das Buch! Und es macht einfach Mut.


7. "Die Geschichte der Baltimores" von Joel Dicker

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

Bis zum Tag der Katastrophe gab es die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Baltimores hatten alles, was man sich vom Leben wünschen kann: Talent, Geld, Erfolg, ein prachtvolles Heim, zwei hochbegabte Söhne. Marcus Goldman, inzwischen erfolgreicher Schriftsteller, gehörte zu den weniger glamourösen Montclairs. Er verbrachte all seine Sommer bei den Baltimores und war für sie wie ein Sohn. Nun, acht Jahre nach der Katastrophe, beginnt Marcus, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben – und erkennt erst jetzt die wahren Gründe für die schrecklichen Ereignisse.

 Harry Quebert war ja schon richtig gut, aber die Baltimores lassen mich sprachlos und so voller Emotionen zurück, dass ich gar nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Und das ist tatsächlich ein großartiges Gefühl!

Ich möchte über die Geschichte sprechen, pausenlos und mit jedem und ich möchte kein Wort über sie verlieren, will sie eifersüchtig hüten wie einen unglaublich wertvollen Schatz, will nichts davon teilen, was sie mit mir gemacht hat und was ich erlebt habe.

Auch hier war Marcus mir nicht immer sympathisch. Dummer Junge, noch dümmerer Teenie und auch als Erwachsener keineswegs klüger! Und doch liebe ich ihn. Er ist so echt. Joel Dicker lässt ihn seine Geschichte so erzählen, dass man sich mit ihm gemeinsam entwickelt, mit ihm wächst.

Diese großartige, innovative Art des Erzählens hat mich total beeindruckt - immerhin lesen wir Marcus' Buch, während wir ihn beim Schreiben begleiten und so wiederum die Geschichte der Baltimores durch Marcus' Augen miterleben! Klingt kompliziert und konfus, ist es aber nicht. Es ist wie.... wie natürlich gewachsen.


6."Unser Hof in der Bretagne - Neuanfang zwischen Beeten, Bienen und Bretonen" von Regine Rompa

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

 Regine und ihr Freund Anton haben ihre Jobs gekündigt, ihre Wohnung verkauft und sind in die Bretagne gezogen. Das Ziel: sich selbst zu versorgen, den Sinn des Lebens zu finden, im Einklang mit der Natur und Tieren zu leben. Hier erzählen sie von ihrem ersten Jahr in Frankreich, ihren kauzigen bretonischen Nachbarn, von ihren Hühnern und Hunden und dem Duft des Atlantiks, der manchmal hinübergeweht kommt. Humorvoll, anrührend und informativ bringen sie dem Leser ihr neues Leben näher - ein Leben ohne öffentlichen Nahverkehr, Bringdienste oder Kinos, dafür mit einem alten Steinbrunnen, Rehen im Vorgarten und 13.000 m2 Land. Einfach ist das nicht immer: Regine und Anton sprechen anfangs kaum Französisch. Und sie haben keine Erfahrung damit, ihr Essen selbst anzubauen ...

Dieses Buch ist ein wichtiger Teil meiner "neuen Sachbuchliebe". Es reiht sich für mich ein zwischen Titel wie "Mit 50€ um die Welt", Ryder Carrolls tolles "Die Bullet Journal Methode" und all die wundervollen Elli Radinger Titel, die ich bisher gelesen habe.

Ich liebe dieses Buch. Zum Ende hin wollte ich so gerne sparen, um noch möglichst lange etwas davon zu haben. Ich wäre so gerne noch ein wenig bei Regine und Anton geblieben und hätte noch mehr Zeit auf dem Hof verbracht.

Diese Geschichte (die ja ein wahre ist) spricht so viele meiner Sehnsüchte an und spricht mir so sehr aus dem Herzen! Sie hat mir auch geholfen, meine kritische Stimme wiederzufinden und meine vom Erwachsenwerden verschütteten Ideale ein Stück weit wieder auszugraben. 
Was Regine schreibt, regt mich zum Nachdenken an. Ich habe mich mit einigen Dingen auseinandersetzen müssen, vor denen ich doch so viel lieber die Augen verschließe.

Nicht oberlehrerhaft, nicht mit erhobenem Zeigefinger, dafür mit ganz viel Herz. Einfach genau richtig.


5. "Izara - Das ewige Feuer" von Julia Dippel (stellvertretend für die ganze Reihe)

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):
 
Ari hält sich für ein ganz normales Scheidungskind: Sie lebt bei ihrer labilen Mutter, verabscheut ihren reichen Vater und jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können. Doch all ihre durchschnittlichen Sorgen rücken schlagartig in den Hintergrund, als übernatürliche Wesen versuchen, sie zu töten. Einer von ihnen ist Lucian, für den Ari als Tochter seines Erzfeindes ganz weit oben auf der Abschussliste steht. Als er jedoch erkennt, wie sehr er sich getäuscht hat, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche nach Antworten. Vor ihnen tut sich ein Abgrund aus Intrigen, Verrat und den Machtspielen einer verborgenen Gesellschaft auf, in der Ari ihren Platz finden und vor allem überleben muss.


Klingt jetzt erstmal nach nichts besonderem, sondern eher nach "schon tausend Mal gelesen".
Aber Izara ist für mich eine der besten Jugendfantasy-Reihen nach langer, langer Zeit. Vielleicht wird das Rad nicht neu erfunden, dennoch ist die grundsätzliche Idee noch nicht verbraucht.

Der Schreibstil ist göttlich! Lustig, erfrischend und fesselnd. Genau die Spur "rotzig" wie es liebe. Manchmal habe ich mich fast ein wenig an Kate Daniels (Die Stadt der Finsternis-Reihe) erinnert gefühlt, in abgeschwächter Form zwar, aber dennoch! Und an Roth, den Prinz der Hölle (Dark Elements, Jennifer L. Armentrout), jedenfalls bekomme ich bei Lucian genauso schwache Knie ;-) und einen besseren Nebencharakter als Belial habe ich lange nicht gelesen!!

Die Liebesgeschichte ging mir total ans Herz, ganz ohne kitschig zu sein. Gutes Setting, großartige Charaktere, niemals langweilig und den Schreibstil kann ich gar nicht genug feiern!


4.  "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas (stellvertretend für die ganze Reihe)

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.


Nichts an dieser Inhaltsangabe ist falsch und doch beschreibt sie nicht mal annähernd, worum es geht. Wie so oft bei richtig guten Büchern. Hier ist das auch schlechterdings möglich, jedenfalls dann nicht, wenn man nicht spoilern will.


Der unglaubliche Hype um diese Reihe in den letzten Jahren hat mich lange abgeschreckt. Ich war sogar genervt und hatte kein Interesse an diesen Büchern. Gleichzeitig hat mich der Hype aber auch immer und immer wieder neugierig gemacht. Neugierig genug, den ersten Band zu kaufen und ihn dann erstmal eine halbe Ewigkeit im Regal reifen zu lassen.

Es blieb die große Frage, die gleichzeitig einer der Gründe dafür ist, dass ich insgesamt so skeptisch eingestellt war:

High Fantasy für ein Urban Fantasy Mädchen? Und das dann auch noch im Jugendbuch?! Kann das wirklich funktioniern?

Es kann.
Und wie es das kann!

First of all: Die Protagonistin ist nicht 17, wie - so kommt es mir jedenfalls vor - mindestens jede zweite Jugendbuch-Protagonistin.Sie ist auch keine linkische, unscheinbare, schüchterne, jungfräuliche Träumerin, die sich nach Anerkennung einer Clique und ihrer unerreichbaren großen Liebe verzehrt. Feyre ist eine junge, eine harte Frau in einer harten Welt, die sie früh hat erwachsen werden lassen. Sie glaubt wohl auch gar nicht an eine große Liebe, macht sich darüber jedenfalls keine tatsächlichen Gedanken. Im Winter nicht zu verhungern und die Familie durchzubringen - das sind die Themen, mit denen Feyre sich beschäftigen muss.

Jugendbuchuntypisch lässt sich die Geschichte Zeit und sie zieht einen langsam, aber stetig und unvermeidlich in ihren Bann.

Der Schreibstil ist es. Er ist einzigartig und besonders. Bildgewaltig und poetisch.
Poesie ganz ohne Kitsch und Staub und rosarote Zuckerwatte-Gefühle.
Ich kann es sehen. Und schmecken. Und fühlen. Dieser Zauber des fremden Reiches, in das Feyre so  unfreiwillig hineingeworfen wird, taut mich genauso auf wie sie. Und auch Tamlin, der Mann, dem Feyre ihre neue Heimat zu verdanken hat, gewinnt Feyre (und mich) nach und nach für sich.

Und irgendwann - wobei ich bis dahin kaum mitbekommen habe, wie tief ich schon drin bin - sind wir unter dem Berg. Es ist blutig und grausam und so, so spannend. Und es gibt Charaktere, die man bis dahin kaum kannte, die nun so wichtig werden...

Nach Band 1 bin ich der Geschichte verfallen, mit Haut und Haar. Allein deshalb, weil ich irgendwie weiß, wie großartig es erst noch werden wird!

Das ganze hat sich dann in Band 2 "Flammen und Finsternis" bewahrheitet, schon nach den allerersten Seiten. Was bisher plätscherte, braust nun, was das Herz anrührte, lässt es nun nicht nur schneller schlagen, sondern es stolpern und stocken. Und es ist alles - aber nicht die (Liebes-)Geschichte, die Band 1 uns in weiten Teilen hat erwarten lassen. Es ist schmerzhaft und dunkel und beängstigend, und mehr kann ich nicht verraten. Falls einer von euch diese wundervolle Geschichte ebenfalls noch vor sich hat und bisher erfolgreich die allgegenwärtigen Spoiler umschifft hat, wie ich es zuvor getan habe, will ich auf gar keinen Fall die Entdeckerfreude ruinieren.



Eine kleine Anmerkung noch zu Band 4: Frost und Mondlicht:
Die kritischen Stimmen haben recht. Dieses Buch ist für die Reihe nicht notwendig. Es hat keinen echten Spannungsbogen und es ist angesichts seiner Seitenzahl und dann auch noch plötzlich größeren Schrift als in den Vorgängern völlig überteuert.
Es ist - jedenfalls für mich - auch nicht Band 4 der Reihe! Die ist nämlich mit Band 3 abgeschlossen. Es ist eher ein kleines Zusatzbändchen, ein Geschenk, für all die, die sich noch nicht lösen können. UND ICH HABE ES GELIEBT. Mein einziger echter Kritikpunkt ist das schnelle und irgendwie abrupte Ende und dass es noch immer so viele Dinge gibt, die ich immer noch nicht weiß.


Eine letzte kleine Anmerkung für alle Interessierten:
Das Reich der sieben Höfe ist für mein Gefühl auch keine klassische JUGENDBUCH-Reihe, sie fühlt sich irgendwie nicht so an. Es ist wie bei Red Rising, an dem das einzig jugendliche das Alter der Protagonisten in Band 1 ist. Insofern kann ich also auch für Jugendbuch-Skeptiker eine ganz große Leseempfehlung aussprechen.  

 

Die Reihenfolge der jetzt folgenden drei Bücher hat überhaupt nichts zu sagen, sie ist die aufs Lesedatum bezogen chronologische Anordnung meiner drei ersten Plätze, die ich untereinander nicht abstufen kann und will:


3."Wahn" von Stephen King:

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

Nach einem schrecklichen Unfall sucht Edgar Freemantle auf einer einsamen Insel Trost in der Malerei. Die Insel aber übt eine dämonische Macht aus, und bald schon entwickeln Edgars Bilder ein tödliches Eigenleben . Mit „Wahn“ hat Stephen King ein Meisterwerk des Unheimlichen geschaffen, einen Roman über die Beharrlichkeit der Liebe und die Gefahren enthemmter Kreativität.

Ich habe die Geschichte geliebt, ich habe die Insel Duma Key geliebt und diese heilende Einsamkeit für unseren Protagonisten Edgar. Noch Wochen später - nein, bis heute! (ich habe das Buch im Juni 2019 gelesen) - denke ich andauernd an diese Geschichte und diese besondere, ganz eigene Stimmung.

      Buchzitat:
      "Wir drei waren hier, weil etwas uns hier haben wollte. Mein Wissen beruhte nicht auf der Art Logik, mit der ich aufgewachsen war und mit der ich meine Firma aufgebaut hatte, aber das war in Ordnung. Hier auf DumaKey war ich ein anderer Mensch, und die einzige Logik, die ich brauchte, kam von meinen Nervenenden."

Einige Geschehnisse und Entwicklungen hätte ich mir inhaltlich anders gewünscht, sie mir anders erhofft und ersehnt. Aber wir sind hier eben bei Stephen King, nicht bei "Wünsch dir was". Happily ever after ist nicht realistisch und - auch wenn ihr jetzt vielleicht lacht  - King ist in mancherlei Hinsicht sehr realistisch, ehrlich und echt! Wer ihn ähnlich vergöttert, wie ich, weiß, wovon ich rede...

"Wahn" ist ein King, der mir sehr viel gegeben hat. Ein Buch mit einer ganz eigenen Stimmung, die sich wohlig in mir ausbreitet, wenn ich zurückdenke. Wohlig im positivsten aller Sinne, auch wenn es wieder mal ganz schön unheimlich zugeht.... ;-)

     Buchzitat:
     "Ich möchte nicht zu viel über Kunst nachdenken, wissen Sie? Ich will sie nicht kritisieren. Ich will nicht an Symposien teilnehmen, mir Vorträge anhören oder auf Cocktailpartys darüber diskutieren, obwohl sich das in meinem Beruf manchmal nicht vermeiden lässt. Was ich tun möchte, ist etwas anderes: mir ans Herz greifen und auf die Knie fallen, wenn ich sie sehe".

...was soll ich sagen, mein Geist kniet noch immer vor diesem Meisterwerk und wird aus dieser Position wohl nicht so schnell herauskommen...


2. "Frühstück mit Elefanten" von Gesa Neitzel

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

 Alles hinschmeißen, nach Afrika gehen und sich zur Rangerin ausbilden lassen – ist das nun unglaublich mutig oder die Schnapsidee von jemandem, der vor dem Leben davonläuft?
Noch während Gesa darüber grübelt, landet sie kopfüber in ihrem afrikanischen Abenteuer. Sie lernt Spurenlesen und alles über Elefanten, Gelbschnabeltokos und Sternenkunde und muss sich nicht nur einigen Prüfungen, sondern auch ihren Ängsten stellen. Sie erzählt von atemberaubenden Begegnungen mit Löwen, vom Barfußlaufen durch die Savanne, von langen Nächten unterm Sternenhimmel – und von einem Leben, das endlich richtig beginnt.


Meine Bibel.

Mein Buch des Jahres. 

 Gerade beendet, hätte ich es am liebsten direkt wieder von vorne begonnen.

Ich kann nicht mit Worten ausdrücken, was dieses Buch mir gegeben hat und weiterhin gibt. Gesa motiviert mich, mein Leben in die Hand zu nehmen, meinen Weg zu finden. Zu machen und zu glauben. Es berührt mich so tief und so persönlich, dass ich unfähig bin, mit euch zu teilen, was es mit mir gemacht hat, denn auf dieser Ebene gibt es keine Worte!


1. "The Wonderful Wild - Was ich von Afrikas Wildnis fürs Leben lerne" von Gesa Neitzel 

Inhalt (Quelle: www.lovelybooks.de):

 Die Wildnis ist tief in uns Menschen verwurzelt - wir haben nur verlernt, auf ihre Stimme zu hören. Vor drei Jahren tauschte Gesa Neitzel den Großstadtalltag gegen das Ungewisse, flog nach Afrika und begann im südafrikanischen Busch ein ganz neues Leben. Auge in Auge mit Elefanten, Löwen und Leoparden lernt Gesa jeden Tag aufs Neue, was wirklich zählt und warum es heute wichtiger ist denn je, auf die eigene innere Stimme zu hören. Am Lagerfeuer, unterm Sternenhimmel, wird vieles plötzlich ganz einfach und klar - echte Stille etwa ist wahrer Luxus. Dafür müssen wir nicht bis nach Afrika fliegen! Gesa Neitzel zeigt uns, wie auch wir einen authentischen Rhythmus in unseren ganz normalen Alltag integrieren und nimmt uns mit auf eine Reise in die Natur und zu uns selbst. Sie führt uns vom Denken hin zum Fühlen und gibt uns eine einfache Anleitung für ein wildes Leben!

Wenn ich schon "Frühstück mit Elefanten" als meine Bibel bezeichne, was ist dann mit "The Wonderful Wild"?! Dafür reicht mein Wortschatz wohl nicht aus...

Es ist ganz anders als Gesas erstes Buch und doch berührt es mich auf sehr ähnliche Weise.

Es ist lebensverändernd. Es ist inspirierend. Es hat mich Dinge verstehen lassen und mich tief berührt.

Ein Buch zum langsam lesen. Ein Buch, das Zeit braucht. Ein Buch, das ich in meinem Leben sicherlich noch viele Male lesen werde und das mir immer wieder verlässlich vor Augen führen wird, was wirklich wichtig ist.

Gesas angenehmen flüssigen Schreistil kann ich gar nicht genug loben. Ich liebe ihre Freundlichkeit und Wärme und ich feiere einfach, dass sie Simba und Mufasa aus "Der König der Löwen" ebenso zitiert wie Stephen King!




Puuuuuhhhh - kurzfassen, ist bei mir irgendwie nicht drin ;-P
Wer bis zum Ende durchgehalten hat, muss mir einen Kommentar hinterlassen! Nee, Quatsch! Aber mich würde schon interessieren, ob ihr eines (oder alle) Bücher kennt und ob ihr sie ebenfalls mögt oder eben nicht mögt. Was waren Eure Favoriten? Hattet ihr Lebenslesehighlight in 2019 oder war es ein eher durchschnittliches Jahr? Ich freue mich auf eure Antworten!




 

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